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Bayern zur Römerzeit

 

Hinweise: Dunkel gebrannte Tongefäße mit charakteristischen Dellen und Einstichverzierungen in den Schulterzonen, die sowohl an der obersten Elbe, als auch in den Friedhöfen an der Donau gefunden wurden.

Als Besatzungen der Donaukastelle hatten sie beim Zusammenbruch der römischen Herrschaft starke Positionen inne und konnten so zur namengebenden Gruppe eines neuen Volkes werden: der Baiern.

Gleichzeitig dehnte das Frankenreich seine Oberhoheit über die Bayern aus, ermöglicht auch durch den Niedergang der ostgotischen Macht nach dem Tod König Theoderichs (+526).

Die fränkischen Könige aus dem Haus der Merowinger setzten in Bayern das Geschlecht der Agilolfinger als Herzöge ein. (In der Folge werden die Agilolfinger tendenziell die Merowinger unterstützen und gegen die Karolinger verteidigend agieren).

 

Sehr frühes Zeugnis von Christentum im altbaierischen Raum:

Sarmannina-Stein

Stein der Sarmannina

Fundort: Regensburg, Großes Gräberfeld (ehem. Ziegelei Herbst)
5./6. Jahrhundert n. Chr.
Kalkstein (Kelheimer Korallenkalkstein), 38 x 56 x 10
Museen der Stadt Regensburg (Lap. 24)

Lit.: Dietz/Fischer, Römer in Regensburg, S. 128, 209 f.; Raith, Text, S. 141 f. (mit etwas abweichender Lesung); Waldherr, Martiribus sociata; Fischer, Römer und Bajuwaren, S. 88 f.; Dietz u.a., Regensburg zur Römerzeit, S. 138 f., 376, 381, 424 f. (mit älterer Literatur).


Die erste Zeile enthält das Christuszeichen, umschlossen von den apokalyptischen Buchstaben Alpha und Omega.

“IN CHR(isto) B(ene) M(erenti) / SARMANN(i)NE / QVIESCENTI IN PACE / MARTIRIBVS SOCIATAE”

(Der in Christus wohlverdienten Sarmannina, die in Frieden ruht, den Märtyrern beigesellt), wobei einige Buchstaben in Ligatur geschrieben sind.

Zur Verdeutlichung ist die Inschrift modern – allerdings nicht ganz fehlerfrei – in roter Farbe nachgezogen.