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Matthias
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Herzog Odilo

Vorgänger: Hucbert
Nachfolger: Tassilo III. 748

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Eingesetzt von den fränkischen Hausmeiern, trat Odilo um 725/37 die Nachfolge Herzog Hucberts an.

Zunächst frankenfreundliche Politik. Allmähliche Lösung aus der karolingischen Befehlsgewalt.

739 Errichtung der bayerischen Kirchenprovinz durch Bonifatius (in fränkischem Auftrag?), um ein Gegengewicht gegen die Franken und seinen unbotmäßigen Adel zu bekommen.

740/41 Aufenthalt am karolingischen Hof. Knüpfte damals seine Beziehung zu Karls Tochter Hiltrud an, aus der ihr Sohn Tassilo III. - mit gut bezeugtem Geburtsjahr 741 - hervorging, übrigens ein Skandal, der noch zu Ludwigs des Frommen Zeiten in peinlicher Erinnerung war.

Nach Karl Martells Tod eilte Hiltrud nach Bayern und heiratete nun den Vater ihres kleinen Sohnes gegen den Willen ihrer Brüder.

Sohn Hukberts, ? Riezler: Sohn von Tassilo II. oo Hiltrud, Tochter Karl Martells und Schwester Pippins III. und Karlmanns Sohn

Sohn: Tassilo III. * 741 + 11.12. nach 794

Vieles spricht dafür, dass Odilo zunächst ein alemannischen Teil-Herzogtum innehatte, bevor er 736 das Herzogtum Bayern erhielt.

Trotz einer schwierigen Situation in den ersten Herzogsjahren gelang es ihm, schon 739 im Verein mit Bonifatius die kanonischen Bischofssitze Regensburg, Passau, Freising und Salzburg einzurichten und damit eine Kirchenorganisation zu schaffen, die bis heute gültig ist. Ob diese Bischofsorganisation der Hauptgrund für die Opposition in Bayern wurde, die Odilo veranlaßte, an den Hof Karl Martells und dessen Gemahlin Swanahilt, einer Verwandten Odilos, zu fliehen, ist nicht mehr feststellbar. Während der Flucht vermählte er sich mit Hiltrud.

Noch zu Lebzeiten Karl Martells (+ 741) konnte Odilo nach Bayern zurückkehren, gründete unmittelbar darauf das Kloster Niederaltaich in Verbindung mit dem Kloster Reichenau und ließ im Zusammenwirken mit Bonifatius das Kloster Eichstätt durch Willibald gründen.

742/43 spitzte sich bereits der Konflikt mit Pippin und Karlmann zu, genährt aus der Heirat mit Hiltrud, aus der karolingischen Sukzessionskrise durch die Ansprüche Grifos und durch die kirchlichen Aktivitäten des Bonifatius in Franken. 743 wurde Odilo mit seinen Verbündeten von Pippin angegriffen und besiegt.

744 von den Hausmeiern wieder als Herzog im flächenmäßig verkleinerten Bayern bestätigt. Odilo erhielt nur noch Bayern südlich der Donau, während die Gebiete nördlich der Donau fränkisch wurden. Mit der Niederlage Odilos wurde auch sein bayerischer Sonderweg in Kirchenfragen beendet.

Der Hausmeier setzte in Salzburg mit Virgil einen Abt und Bischof karolingischen Vertrauens ein. Trotz innen- und außenpolitischer Schwierigkeiten der 40-er Jahre vermochte Odilo , die slavischen Karantanen unter seine Botmäßigkeit zu bringen, die Karantanen-Mission zu beginnen und neben Niederaltaich und Mondsee noch eine Reihe weiterer Klöster zu gründen.