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Matthias
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Theodo I. (Theoto) (ca.680 - ca.716)

Vorgänger: Garibald II.
Nachfolger: Tassilo II.

nach oben (Herrscherliste der Agilolfingerzeit)

Epoche Agilolfingerzeit


oo Folchaid

Kinder:

1. Theodebert (+ vor 720)
        oo Regintrud (nach anderer Annahme ist Regintrud oo Theodo I.)

2. Theodoald (+ vor 725)
        1.oo Waltrad
        2.oo Piltrud (1.oo mit Grimoald)

3. Grimoald
        oo Piltrud
                Sohn: (+ ca. 725/728)

4. Lantpert (s. Emmeram)

5. Uta (s. Emmeram)

6. Tassilo II. (?)


 

Theodo I. teilt seine Herrschaft unter seine Söhne auf (nach den Bischofssitzen) (wie die Merowinger-Könige!).

Theodebert (Salzburg). Sohn Hucperht übernimmt.

Crimolt (Freising)

Theodolt (Regensburg)

Tassilo II. (Passau)

Nach dem Tod der übrigen Verwandten kommt es zwischen Hucperht und Crimolt zum Bürgerkrieg.

725 brach der Hausmeier Karl Martell in Bayern ein und rottete die Familie des Teilherzogs Hugbert aus. 728 wird Crimolt ermordet. Jetzt ist Hucperht Alleinherrscher. Da Karl Martell sich gleichzeitig mit der Agilolfingerin Swanahilt vermählte, waren die Agilolfinger bereits mit den Hausmeiern verschwägert.

 

Seit Herzog Theodo (ca. 680 - ca. 716) wird die Politik der bayerischen Agilolfinger besonders sichtbar: enge Verwandtschaftsbande zu den langobardischen Königen, zum Alamannen-Herzog Gottfried, wohl auch zu den thüringisch-fränkischen Herzögen. Diese Herzöge östlich des Rheins standen in Opposition zu den aufsteigenden Karolingern, betonten aber ihre Reichstreue gegenüber den schwachen Merowingern, wobei politisch wichtig war, dass die Sippe der Agilolfinger im 8. Jahrhundert mit Bayern und Alemannien zwei Dukate im Alpen- und Voralpenraum in ihrer Herrschaft hatte (Passstraßen).

Theodo plante (besonders in Abwehr karolingischer Einflussnahme) eine auf Rom orientierte bayerische Landeskirche mit Bischofssitzen an seinen Pfalzorten (Hauptpfalz: Regensburg, dann Freising, Passau, Salzburg). Pilgerreise 715 nach Rom. Er wandte sich deshalb an einen Verwandten seiner Frau Folchaid, den fränkischen Adeligen Rupert (Hrodbert), den Bischof von Worms.

Rupert übernahm die Vorbereitung der Ausweitung des bayerischen Herzogtums nach Süden und Osten. Dafür bekam er eine unumschränkte Vollmacht für die Mission in ganz Bayern.