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Matthias Flothow
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Leben und Leiden des hl. Märtyrers Emmeram

von Arbeo

 

a) Das erste Lob des Bayernlandes

Kap. 6:

Der heilige Diener Gottes erwiderte, er sei in der Absicht aus dem gallischen Reich ausgezogen, um die Völker der Hunnen zu bekehren, die vom Gott des Himmels, das ist von dem gekreuzigten Christus, nichts wüßten. Er sah jedoch ein, dass es ihm nicht vergönnt sein werde, die vorgenommene Reise auszuführen. Deshalb schaute er das Land an: es war sehr gut, lieblich anzusehen, reich an Hainen, wohlversehen mit Wein. Es besaß Eisen in Fülle und Gold, Silber und Purpur im Überfluß; seine Männer waren hochgesachwen und stark, auf Nächstenliebe und Sitte gegründet. Das Erdreich war fruchtbar und brachte üppig Saaten hervor, und der Erdboden schien von Vieh und Herden aller Art fast bedeckt zu sein; Honig und Bienen waren wahrlich in reichlicher Menge vorhanden. In Seen und Flüssen gab es Fische in großer Zahl; das Land war von klaren Quellen und Bächen bewässert und besaß an Salz, soviel es bedurfte. Die Stadt, nämlich Regensburg, war uneinnehmbar, aus Quadern erbaut, mit hochragenden Türmen, und mit Brunnen reichlich versehen; im Norden bespält sie die Donau, die in geradem lauf gen Osten strömt. Das Bergland war ergiebig an Obst und bot Weiden und saftiges Gras; das Waldgebirge war mit wilden Tieren bevülkert und das Unterholz mit Hirschen, Elchen, Auerochsen, Rehen, Steinböcken und mit Tieren und Wild aller Art.

b) Die Geschichte des frommen Alten

... Soll heiraten,

... mit müden Gliedern auf dem Berge oberhalb der Weinpflanzungen stand, zwischen Donau und Regen, wo sie zusammenfließen. Von diesem Gipfel erblickte er die Kirche von Gottes heiligem Märtyrer und die weit ausgedehnte, mit Mauern und Turmbauten bewehrte Stadt. ..