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Matthias Flothow
dumii@web.de

Der Wiener Hundesegen


Babenbergerzeit

Christ uuart gaboren. er uuolf ode deiob. do uuas sancte marti christas hirti.

der heiligo christ unta sancte marti, der gauuerdo uualten hiuta dero hunto. dero zohono. daz in uuolf. noh uualpa za scedin uuerdan nemegi. se uuara se geloufan uualdes. ode uueges. ode heido.

der heiligo christ unta sancte marti de frumma mir sa hiuto hera heim gesunta.

 

Christus wurde geboren, eher als Wolf oder Dieb. Da war der heilige Martin Hirte Christi.

Der heilige Christ und der heilige Martin, der ehrwürdige, sie sorgen heute für die Hunde und Hündinnen, damit ihnen weder Wollf noch Wölfin zum Schaden sein können, wo immer sie auch laufen, im Wald oder auf dem Weg oder der Heide.

Der heilige Christ und der heilige Martin, die mögen bewirken, dass wir heute alle hier gesund heimkommen.

 

10. Jh., althochdeutsch, geschrieben in einen Codex zwischen Passionserzählungen, ähnlich Muspilli.

1. und 3. Absatz schlecht-christliche Anfügung. 2. Absatz im Kern vorchristlich-heidnisch.

Besprechung in:

http://www.digizeitschriften.de/dms/gcs-wrapper/?gcsurl=http%253A%252F%252Flocalhost%253A8086%252Fgcs%252Fgcs%253Faction%253Dpdf%2526metsFile%253DPPN345204107_0011%2526divID%253Dlog24%2526pdftitlepage%253Dhttp%25253A%25252F%25252Fwww.digizeitschriften.de%25252Fdms%25252Fpdf-titlepage%25252F%25253FmetsFile%25253DPPN345204107_0011%252526divID%25253Dlog24%2526targetFileName%253D_log24.pdf (7.9.2011)