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Matthias Flothow
dumii@web.de

Audulf

 

Audulf Präfekt von Bayern 799-818
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- 819

Sohn des N.N. aus dem Taubergau

Mitterauer Michael: Seite 3,58
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"Karolingische Markgrafen im Südosten."

Auch die nächste Nachricht über den Schutz der Grenze im Südosten läßt auf die Tätigkeit eines königlichen Sendboten schließen. Das Capitulare missorum von Diedenhofen beauftragt einen Warnarius mit der Überwachung des Waffenhandels in Lorch. Ein Graf Werinharius begegnet schon 892 zusammen mit Erzbischof Arn von Salzburg, Graf Audulf, dem Nachfolger Gerolds als Statthalter in Bayern, Bischof Adalwin von Regensburg und Abt Deotker von Herrieden als missus in Regensburg. Neben Erzbischof Arn, Bischof Adalwin, Graf Audulf und einem Grafen Cotefredus ist er 806 als kaiserlicher Sendbote bei einer Gerichtsverhandlung in Altötting. Die Bestätigung einer Schenkung von Gütern im Avarenlande an St. Emmeram in Regensburg wurde 808 vor den Grafen Audulf und Goteram vollzogen, die hier wohl auch in der Funktion der missi auftraten. Noch Präfekt Gerold II., der spätestens seit 811 die Oberleitung des Ostlandes innehatte, ist als Königsbote nachzuweisen.
Deutlicher noch als im Markengebiet tritt dieser Dauerauftrag der Königsboten in der Verwaltungsorganisation Bayerns hervor.
Nach der langjährigen Tätigkeit Graf Gerolds wirkte hier durch fast zwei Jahrzehnte lang Graf Audulf, der jedoch immer wieder ausdrücklich als kaiserlicher missus bezeichnet wird.

Reindel Kurt: Band I Seite 234
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"Bayern im Karolingerreich. in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben.

Der Nachfolger Gerolds als Präfekt Bayerns wurde Audulf, Seneschall und Feldherr Karls des Großen; er stammte zwar aus dem fränkischen Taubergau, doch hat er sich während seines fast zwei Jahrzehnte währenden Wirkens in Bayern mit dem bayerischen Adel verschwägert, denn seine 819 erwähnt Witwe Keyla könnte aus dem Sempt-Isen-Gebiet stammen.

Beim böhmischen Feldzug des Jahres 805 erscheinen Audulf und der Ostland-Präfekt Werner als gleichberechtigte Führer des bayerischen Heeres. Der zweite Statthalter Bayerns, Graf Audulf, war beim offiziellen Regierungsantritt Ludwigs des Deutschen noch in seiner Würde bestätigt worden, er ist zuletzt für das Jahr 818 belegt.

Von seiner Gattin Hruodswind hatte Otachar vier Töchter, Geila, Geilrada, Elisabeth und Lantswinde. Geila könnte die Gattin Graf Audulfs gewesen sein, der als Nachfolger Präfekt Gerolods I. die Provinz Bayern verwaltete. Audulf entstammte dem fränkischen Taubergau. Am Hofe KARLS DES GROSSEN scheint er eine bedeutende Rolle gespielt zu haben. Er hatte hier das Amt des Seneschalls inne. In Bayern wirkte er durch fast zwei Jahrzehnte. Seine Witwe Geila wird mit ihrem Sohn Audulf 819 in einer Freisinger Tradition genannt.

Spindler Max: Seite 256,258
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"Handbuch der bayerischen Geschichte. Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts."

Im Jahre 805 ließ Karl drei Heeresabteilungen in Böhmen einrücken, von denen eine unter seinem Sohn Karl eine zweite aus Bayern gebildete unter dem Befehl der Grafen Audulf und Werinher stand und eine dritte aus Sachsen gebildet wurde. Von den Kämpfen erfahren wir, daß die Canburg belagert und das Elbtal verwüstet wurde. Im Jahre 806 wurde der Feldzug wiederholt, und wenn auch der militärische Erfolg offenbar nicht vollständig war, so genügte er doch, um Böhmen hinfort in Abhängikeit vom bayerischen Reiche zu bringen.

Bei der nächsten Teilung, noch unter der Verwaltung Audulfs, des Nachfolgers Gerolds, erfuhr Bayern eine wichtige Umgestaltung; es erhielt bei den Reichsteilungen der Karolinger fortan eine besondere Rolle als "Unterkönigtum". oder richtiger as Teilregnum.

oo Keyla
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Literatur:
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Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 3,58 - Reindel Kurt: Bayern im Karolingerreich. in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Band I Seite 243 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte. Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München Seite 256,258 -