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Matthias Flothow
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Johannes Eck

Personen

13.11.1486 Egg a.d.Günz - 10.2.1543 Ingolstadt

Seit 1486 Theologiestudium in Heidelberg, Tübingen, Köln und Freiburg i.B., dort 1510 Dr. theol.,
1510 Professor und Vizekanzler in Ingolstadt
Anmerkungen zu den ihm von Luther zugestellten Ablaßthesen.
1519 Leipziger Disputation: Luthers Kirchenbegriff ist ein Angriff auf den katholischen Kirchenbegriff.
1520 Päpstlicher Pronotar
1526 Badener Disputation mit J. Oekolampad
1530 Augsburger Reichstag: Eck legt "404 Artikel" zur Sammlung von lutherischen Irrtümern vor
An der Confutatio der Confessio Augustana beteiligt
1540 Teilnahme an den Hagenauer Religionsgesprächen
1540/41 an den Wormser Religionsgesprächen
1541 an den Regensburger Religionsgesprächen, wo er in seinen "Annotationen" das "Regensburger Buch" (von Gropper und Pflug) ablehnte
1530 - 1535 Zusammenfassung seiner Streitschriften "Opera contra Ludderum"
1537 Herausgabe einer deutschen Bibel im Auftrag von Wilhelm IV.
(nach Bosls Bayerische Biographie)

Kommentiert Petrus Hispanus' SummulaeSummulae:

Im Brief an Iling und L. von Eck vom 19.2.1516 (http://ivv7srv15.uni-muenster.de/mnkg/pfnuer/Eckbriefe/N028.html (11.3.2015)): "Dies habt Ihr zwar  in sämtlichen Fachabteilungen, die man gemeinhin Fakultäten nennt, durch sorgfältigste Bemühung und gut erwogene Prüfung erfolgreich zuwege gebracht. Doch am allermeisten zu Dank verpflichtet ist Euch die hehre Fakultät der Artes und der Philosophie, die unter Eurer Leitung nach Beseitigung der sophistischen Quisquilien und weitschweifigen Logik-Kommentare sich zur reinen und hellen Philosophie des ARISTOTELES zusammengetan hat, ohne die »Summulae« des PETRUS HISPANUS außer Acht zu lassen. Für all dies vermag weder die studierende Jugend selbst, noch die Fakultät Euch einen Dank abzustatten, der Euren Verdiensten gerecht würde.

Damit wir aber mehr und mehr Euren Wünschen nachkommen, habt Ihr mir gegenüber (obgleich ich mit den höheren Studien der Theologie befaßt bin) sowohl im Namen unseres Erlauchtesten Fürsten als auch der Fakultät durch Bitten und auch direkte Anweisung darauf bestanden, daß ich sowohl zu den »Summulae« des PETRUS HISPANUS als auch zur Logik und Physik des ARISTOTELES unter Heranziehung der Übersetzung des ARGYROPYLOS gut lesbare Kommentare drucken ließ.

Dem habe ich trotz meiner vielen Verpflichtungen keineswegs zögerlich entsprochen und habe das, was ich in meinen eigenen Jugendjahren an der Universität Tübingen gelernt und dann fast neun Jahre hindurch als junger Mann an der königlichen Hochschule in Freiburg gelehrt habe, so schnell wie möglich niedergeschrieben, denn nichts konnte für unsere Philosophen schnell genug gehen, sondern sie wünschten, es geschehe nach dem Motto Gesagt, getan.
Deshalb habe ich, so schnell ich konnte, volle sechs Wochen hindurch (in denen ich kaum so viel wie eine Nachtigall geschlafen habe), die Kommentierung des HISPANUS von Anfang bis Ende durchgeführt, beim Herausgeben geschrieben und beim Schreiben herausgegeben."

 






Briefkorpus unter: http://ivv7srv15.uni-muenster.de/mnkg/pfnuer/Eck-Briefe.html