Epochen

Linien

Orte

Personen

Werk/Buch














Matthias Flothow
dumii@web.de

Herzog Wilhelm V.

Vorgänger: Herzog Albrecht V. 1579
Nachfolger: Kurfürst Maximilian I. 1598
nach oben (Wittelsbacher nach 1506)


Wilhelm V. regiert von 1579 bis 1598 (ab 1594 Mitregentschaft von Sohn Maximilian).

* 29.9.1548 Landshut
+ 7.2.1626 Schleißheim
Grab: St. Michaelskirche München

oo

Renata

Eltern: Franz I., Herzog von Lothringen, Prinzessin Christine von Dänemark

* 20.4.1544 Nancy
+ 22.5.1602 München
Grab: St. Michaelskirche München

Kinder:

1. Christoph

* und + 23.1.1570 Friedberg, Grab: Andechs

2. Christine

* 23.9.1571 München, + 27.4.1580 München, Grab: Andechs

3. Maximilian

4. Maria Anna

*8.12.1574 München, + 8.3.1616 St. Katharina Graz
oo 23.4.1600 in Graz: Ferdinand, Erzherzog von Österreich, später Kaiser Ferdinand II.

5. Philipp Wilhelm

*22.9.1576 München, + 18.5.1598 Dachau (Schwindsucht), Grab: Dom München
Taufpate: König Philipp II. von Spanien.
mit 3 Jahren zum Bischof von Regensburg postuliert (gegen die protestantische Bewegung der Reichsstadt).
Liebenswerter Jüngling mit guten Sitten, mit Ferdinand 1592/93 Gast des Papstes im Vatikan.
Freising lehnt ihn als Bischof ab.
Bruder Maximilian errichtet ihm 1611 im Regensburger Dom (wo sein Herz beigesetzt wurde) ein Monument (Hans Krumper).

6. Ferdinand

*6.10.1577 München, +13.9.1650 Arnsberg/Westfalen, Grab: Dom Köln
1612 Kurfürst und Erzbischof von Köln u.a.

7. Eleonore Magdalena

*7.10.1579 München, +18.4.1579 Landshut, Grab: Seligenthal

8. Karl

*30.5.1580 München, +27.10.1587 Salzburg, Grab: Andechs

9. Albrecht VI. der Leuchtenberger

*13.4.1584 München, +5.7.1666 München, Grab: Altötting
Durch Heirat mit Mechthild 1646 Landgraf von Leuchtenberg, das er 1650 seinem Bruder Maximilian überläßt (gegen die Herrschaft Wiesensteig). Das rundet die Oberpfalz ab.

10. Magdalene

*4.7.1587 München, +25.9.1628 Neuburg a.d.Donau, Grab: Hofkirche in Neuburg
oo 11.11.1613 München: Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg.

 

Von Jesuiten in Ingolstadt erzogen. Persönlich zweifelsfrei das Beharren auf der alten Lehre.

Grausam bekämpfte er "Ketzer". Wurde - nach einem kritischen Zeitgenossen - "ein systematischer und erbarmungsloser Hexenverfolger".

Berufung der Jesuiten mit 8 bayerischen Gymnasien.

Eigentlich ein gutmütiger und weicher Mann, schwärmte schon als Prinz für Orlando di Lasso.

Dankte 1597 ab.

 

Jesuitenkolleg in München mit Michaelskirche

 

Brief von Herzog Wilhelm V. an Albrecht (*1584, geschrieben 1596):

Lieber Albrecht, ich hör gern, dass Du in Deinem Studieren so fleißig bis und schon ein Prämium bekommen. Die Frau Mutter wird etwas schicken, iach aber nicht, außer Du schreibst mir, was Du gern hättest; danach wollen wir sehen, quid expediat. Besinn Dich darauf. Den Ausstand Deiner Leute auf der Kammer habe ich allbereit Deinem Bruder Maximilian und gedachter Kammer insinuiert. Wäre gut, Du schriebest Deinem Bruder auch darunter zu, wie auch dem Kammerpresidenten. Die Frau Mutter, Magdalena und P. Torentin lassen Dich sehr grüßen. Sei gottesfürchtig und fleißig und studier, dass kracht und dass mans gen München hören könnte. So kommst Du gewiß zu großem Ruhm und letztlich in Himmel, deswegen es der Mühe wohl wert ist, denn es daselbst gar schöne Praemia absetzt, und wenn Du dies tust, so hast Du auch allhier an uns, solange wir beide leben, einen treuen Vater und Mutter.

München, den 6. November 1596