Epochen

Linien

Orte

Personen

Werk/Buch














Matthias Flothow
dumii@web.de

Gregor de Valencia

Epoche (Absolutismus) Personen 17.Jh.

Theologie

In der Theologie wird die spanische Neuscholastik der Jesuiten dominant (für 2 Jahrhunderte in Ingolstadt). Nach dem Tridentiner Konzil wird die Morallehre, in juristischen Denkkategorien, interessant. In Ingolstadt legt Gregor de Valencia einen neuen Grund, indem er der Theologie einen doppelten Weg vorschreibt.

Zum einen den Weg der Begründung eines neuen theologischen Systems (die Spekulation). Hierfür wird Gregors Schüler Adam Tanner der Promotor.

Zum anderen die positive Theologie, ihrer Begründung aus den Glaubensquellen, der Bibel und den Vätern. Hierfür wird Jakob Gretser der Promotor, der in diesem Zusammenhang auch kirchengeschichtliche Quellen ediert. Auch diese Entfaltung endet (Gretser + 1626) im 17. Jh.

*1551 Valencia/Spanien, +25.4.1603 Neapel
Studium der Theologie, der Rechte und der Philosophie an den Universitäten Salamanca, Valladolid; seit 1565 Jesuit, kam 1573 über Rom nach Dillingen; 1575 bis 1592 Professor in Ingolstadt.
In seiner Bedeutung für die Theologische Fakultät mit J. Eck in etwa gleichzusetzen.
Hauptwerk wohl: "Analysis fidei catholicae" (1585).
Reisebegleiter und Ratgeber der bayerischen Herzöge.
Befürworter der Hexenverfolgung.
Ehrentitel des "Doctor Doctorum".
Hauptautor des "Valencinianismus".