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Matthias Flothow
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Rechtsentwicklung


Entwicklung der Rechtsphilosophie

Entwicklung der Rechtsinstitutionen

Es gibt geschlossene und offene Hofmarken, Adels- und Prälatenhofmarken. Die Hofmarken stellen die unterste Einheit staatlichen Lebens im bayerischen Herzogtum dar, und zwar unabhängig vom Landesherrn.
Sie sind meist ziemlich geschlossene Kirchen- und Kulturräume. Ihre nächst-höhere Instanz ist das Landgericht. Erst 1848 hat der Staat alle richterlichen Befugnisse wieder in die eigenen Hände genommen.
Die Dörfer, in denen Adel sowie geistliche Stifte und Klöster die niedere Gerichtsbarkeit ausübten, hießen Hofmarken. Die betreffenden Untertanen hatten an den Inhaber der Hofmark außerdem verschiedene Abgaben zu entrichten und Frondienste zu leisten.

 

Entwicklung der Inhalte

In Bayern gilt die Carolina, die peinliche Halsgerichtsordnung Karls V.

Zur Zeit Max III. Josephs war das allgemeine Bestreben, Gerechtigkeit zur Grundlage des Staates zu machen. Das hieß als erstes, die Rechtsunsicherheit abzuschaffen.

Kreittmayr schafft 1751 den Codex Maximilianeus Juris Criminalis, 1753 erscheint das neue Prozessrecht und bis 1756 erscheint auch das bürgerliche Recht in einem neuen System (Codex Maximilianeus Juris Bavarici Civilis). Kreittmayrs Strafgesetzbuch schafft die Folter nicht ab. Es ist ein relativer Fortschritt gegenüber der Carolina.

 

Anselm von Feuerbach

In Montgelas Programm ist enthalten eine Reform des Strafrechts. Das unmenschliche Strafrecht Kreittmayrs wird geändert unter dem Einfluss einer humanitären Aufklärung. Dazu gehören die Forderung nach religiöser Toleranz als Voraussetzung eines friedlichen Zusammenlebens der Staatsbürger in einem Staatswesen.