Epochen

Linien

Orte

Personen

Werk/Buch














Matthias Flothow
dumii@web.de

Pavia   

nach oben (Orte)


In vorrömischer Zeit größere Siedlung.

Im Römischen Reich befestigte Garnison, schließlich zur Zitadelle umgebaut. Letztes Bollwerk der Ostgoten (die Ende des 5. Jh Italien erobert hatten) gegen die Oströmer.

568 Eroberung durch die Langobarden.

774 von Karl dem Großen erfolgreich belagert.

1359 von den Visconti erobert, Zentrum norditalienischer Kunst und Wissenschaft. 1361 erster Lehrstuhl an der Universität.

1524 Belagerung der Stadt durch ein französischer Heer mit König Franz I. Gefangennahme des Königs in der Schlacht bei Pavia 1525. Das führt zur spanischen Besetzung.

1713 Pavia wird durch österreichische Herrschaft regiert.

1796 Pavia gerät in die Hände der französischern Armee unter Napoleon Bonaparte.

1815 Wiederherstellung der österreichischen Verwaltung.

1859 Zweiter italienischer Unabhängigkeitskrieg. Bis 1927 existiert der Kreis Pavia.

 

San Michele Maggiore

In der Vorgängerkirche wurde 774 Karl der Große zum König der Langobarden gekrönt.

Vorgängerkirche 1004 durch Brand zerstört (unterer Teil des Glockenturms erhalten!)

Prototyp vieler mittelalterlicher Kirchenbauten der Region.

(Aber: Sandstein statt Ziegelstein sowohl bei den Kernmauern, als auch bei den Verzierungen).

Dreiportalanlage:

französisch

Zwerggalerie:

als Gestaltungsmittel der Außenwand deutsch (Trier, Speyer), manchmal gesamte Fassade aus übereinandergelagerten Zwerggalerien (Arezzo, schiefer Turm von Pisa)

Auffallend lombardisch:

Senkrechte Dienste als Gestaltungselement

Die alte Tradition des Flechtornaments tritt in den mächtigen Diensten und auch in den waagerechten Reliefbändern auf.

Entscheidend an den lombardischen Fassaden:

Turmlos. Mit Skulpturen geschmückte Schaufront.

 

San Pietro in Ciel d'Oro

Vorgängerbau seit 604:

Grab des Boethius. (Dante-Inschrift)

Augustinus-Grab, von Luitprand 720 von Sardinien hierher gebracht. Sarkophag von Gian Galeazzo Visconti finanziert, mit 95 Figuren und 50 Marmorreliefs geschmückt.