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Matthias Flothow
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Salzburg

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Salzburg (Kapiteleinteilung nach Heinz Dopsch, Kleine Geschichte Salzburgs, ²2009)

1 Jäger - Bauern – Bergleute. Geschichte als dauerndes Werden.

11

2 Die Kelten, die Römer und das Salz. Als Salzburg noch Iuvavum hieß

23

3 Die Bayern und das Christentum. Rupert und Virgil

Die Bayern besiedelten in der 2.H. des 6. Jh. von den frühen Zentren an der Donau aus (Regensburg, Straubing, Neuburg) das südlich gelegene Alpenvorland vom Chiemgau über den Salzburger Flachgau und das heutige Oberösterreich bis in die Gegend von Linz.

Die Enns bildete den Grenzfluss zum Reich der Awaren, mit dem man Auseinandersetzungen bis ins 8. Jahrhundert möglichst vermied.

Die noch verbliebenen Romanen wurden zinspflichtig, sie konnten auch samt ihren Gütern verschenkt, verkauft oder vertauscht werden - wie die unfreien Knechte und Mägde der Bayern.

Bischöfe (Quelle: Verbrüderungsbuch):

Rupert

Vitalis

Anzogolus

Salolus

Izzio

Flobrigis

Zum Bistum wird Salzburg durch Bonifatius, der 739 in Bayern vier Diözesen errichtete und

Johannes einsetzte

Name "Salzburg" erscheint in der Lebensbeschreibung des Bonifatius 755 erstmals. Auffällig, dass hier nicht wie sonst die römische Tradition beibehalten wird.

746/747 Virgil

35

4 Im Wettstreit um Würde und Macht. Salzburg als Erzbistum und Missionszentrum

 

715/6 plante Herzog Odilo in Zusammenarbeit mit dem Papsttum die Errichtung einer Kirchenprovinz, wahrscheinlich mit den Bistümern Regensburg, Salzburg, Passau und Freising. Wie weit dieser Plan durchgeführt wurde, ist unklar.

739 wurde die bis zum Ende des Alten Reiches bestehende Kirchenprovinz durch Bonifatius im Zusammenwirken mit den Herrschern des Merowingerreiches "kanonisch errichtet" mit den Bistümern Regensburg, Salzburg, Passau und Freising; vielleicht gab es noch ein Bistum "Neuburg", das denjenigen Teils des Bistums Augsburg umfaßte, der östlich des Lechs liegt. Als Bischöfe wurden Anhänger des Bonifatius eingesetzt, außer in Passau, wo Bischof Vivilo im Amt blieb.

Adalram von Salzburg

Als Sitz des Erzbischofs legte erst Karl der Große 795 (?) Salzburg fest.

 

47

5 Zwischen Kaisern und Päpsten. Im Brennpunkt europäischer Politik

 

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6 Das Land und seine Menschen. Landesbildung, Verwaltung und Bevölkerung

Erzbischof Eberhard II (*um 1170, Erzbischof 1200-1246): „Vater des Landes Salzburg“

Treuer Anhänger von Friedrich II. und der staufischen Partei.

Gurk sollte an Selbständigkeit gehindert werden.

Gründung von Eigenbistümern (Besetzung durch den Erzbischof, nicht durch den Papst):

Chiemsee (1216), Seckau (1218), Lavant (1226/28).

Der Erzbischof von Salzburg gründete im Hochmittelalter – als kirchenrechtliche Kuriosa – auf dem Gebiet seiner Diözese vier Eigenbistümer, in denen er das Besetzungsrecht ausübte: 1072 in Gurk, 1215 in Chiemsee, 1218 in Seckau und 1228 in Lavant. Aus dem Gebiet des Bistums Passau wurden im 1469 zwei kaiserliche Miniaturbistümer Wien und Wiener Neustadt ausgegliedert. Versuche, die österreichischen Teile des Bistums Passau in ein oder mehrere österreichische Landesbistümer umzuwandeln und von Passau abzutrennen, blieben im Mittelalter erfolglos

 

81

7 Städte, Märkte und Bürgertum. Von der Bischofsresidenz zur Landeshauptstadt.

Entstehung von Stadtstrukturen.

 

91

8 Die Zeit der Kriege und der Krisen. In den Wirren des Spätmittelalters

1262 Der Salzburger Bistumsstreit

 

Erzbischof Ladislaus (Verbindung zu Heinrich XIII.)

 101

9 Wovon die Menschen lebten. Handel und Handwerk, Bergbau und Landwirtschaft

 

113

10 Um Freiheit und Glauben. Bauernkrieg und Reformation.

 

Söhne von Bürgern und Gewerken studierten in Wittenberg.

 

Johann von Staupitz wird Abt in St. Peter. Lädt Luther ein, nach Salzburg zu kommen.

Kardinal Matthäus Lang

1522 Mühldorfer Synode: Scharfe Maßnahmen gegen die neue Lehre

 

In Salzburg wurden evangelisch gesinnte Kaufleute und Handelsherren geschont.

Wiedertäufer wurden ab 1527 verfolgt, 38 Personen in Salzburg hingerichtet.

Paracelsus läßt sich 1524 in Salzburg nieder.

Flieht am 29.5.1525, weil er mit Aufständischen befreundet war. Kehrt erst nach dem Tod von Kardinal Lang zurück.

Stirbt 1541, Grabplatte in der Sebastianskirche.

 

1524: „24 Artikel gemeiner Landschaft Salzburg“

Gegen Mißstände in der Kirche, gegen Leibeigenschaft, gegen willkürliche Erhöhung der Abgaben, Abschaffung der Grundherrschaft, der Klöster und des Domkapitels

Landtage 1526:

„Mandat der Beschwerungen“

„Empörerordnung“ zur Sicherung des Landfriedens. 

„Waldordnung“

 

1531 „Stadt- und Polizeiordnung“ für Laufen.

 

Ordnung für die Ausfergen

1532 Bergwerksordnung

Verträge mit König Ferdinand I. 1535 über die Rechtsstellung der Salzburgischen Besitzungen in Österreich, Steiermark und Kärnten.

Administrator Herzog Ernst von Bayern (1540-1554)

Bergbau wird gefördert.

 

1548 Buchdruck in Salzburg

 

1543 Die Vertreter der bäuerlichen Gerichtsgemeinden werden von der Teilnahme an den Landtagen ausgeschlossen.

Erzbischof Michael von Kuenburg (1554-1560)

Kampf gegen den Protestantismus.

Katholische Reformorden entstehen: Jesuiten, Kapuziner, Paulaner, Theatiner und Ursulinen in Salzburg.

 

 

123

11 Glanz und Elend im Barock. Wolf Dietrich und seine Nachfolger.

Den Protestanten war 1548 das Spenden der Kommunion unter beiderlei Gestalt zugestanden.

Die Habsburger ließen in ihren Ländern 1556 den „Laienkelch“ zu!

Bayern und die geistlichen Staaten lehnten ihn ab. (Aber in Bayern zugestanden, vom Herzog aber nicht umgesetzt).

Das führte zum „Auslaufen“ der Pongauer in die grenznahen habsburgischen Gebiete.

 

Besetzung der Bischofshofener Kirche, evangelischer Gottesdienst durch Hilfspriester Konstantin Schlafhauser mit aufrührerischer Predigt.

Erzbischof Johann Jakob von Kuen-Belasy (1560-1586)

Gewährte 1565 die Spendung des Laienkelchs. Nur bis 1571.

Gegenreformatorische Strategie durch Errichtung des Priesterseminars, Berufung der Franziskaner

(Nuntius: Felician Ninguarda, Koadjutor: Georg von Kuenburg)

1582/83 emigrieren angesehene protestantische Bürger, vorwiegend nach Wels und Vöcklabruck im benachbarten Österreich ob der Enns.

Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612)

Impulsiv, autokratisch, in Italien theologisch ausgebildet. Vorarlberger (heute)

Mit Wolf Dietrich beginnt die glanzvolle Epoche der Salzburger Barockfürsten.

Der brandbeschädigte Dom wird abgerissen. Statt dessen kauft er 60 Häuser im Stadtzentrum zum Abbrechen: Raum für einen Dom, eine Residenz („Neubau“) und große Plätze nach italienischer Art.

1595

 

Für seine in Scheinzeremonie angetraute Salome Alt und die 15 Kinder baut er Schloss Altenau (Mirabell).

Mausoleum selbst erbaut auf dem Friedhof St. Sebastian.

 

139

12 Von der Nächstenliebe zur Unduldsamkeit. Bettelvolk, Hexenwahn und Protestantenausweisung.

 

149

13 Das Ende der geistlichen Herrschaft. Salzburg ohne Mozart – Colloredo ohne Salzburg

 

161

14 Zwischen Bayern und Österreich. Vom Kreis zum Kronland

 

173

15 Unter dem Doppeladler. Salzburg als Kronland der Habsburgermonarchie

 

191

16 Festspiele und Weltwirtschaftskrise. Die Zeit der Ersten Republik und des Ständestaats.

 

205

17 Vom Reichsgau zum Bundesland. Anschluss, Krieg, Wiederaufbau und Staatsvertrag

 

231

18 Der Weg ins dritte Jahrtausend. Gesellschaft und Umwelt im Wandel