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Matthias Flothow
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Brunner, Andreas

Andreas Brunner ist Tiroler. Geboren in Hall am 30. November 1589. Er tritt mit 16 Jahren in das Jesuitenkolleg in Landsberg am Lech ein, studiert Theologie in Ingolstadt (1608-1618), wird dann Prediger und Professor für Ethik in Dillingen, später auch in Freiburg i.B..

1632 - 1635 wird er von den Schweden als Geisel verschleppt, eine der 42 in der "Münchner Geiselhaft", die für die Kontribution haften mußten, die der Landeshauptstadt auferlegt waren. Die Erinnerungen an diese Zeit hat er festgehalten in seiner Schrift "Münchnerische Denckhring".

In der Kirche Maria Ramersdorf hängt eine Votivtafel von 1635 als Dank für die so ersehnte, glückliche Heimkehr. Brunner ist dort in der Gruppe der abgebildeten Geistlichen.

Er wird zur Unterstützung von Matthäus Rader (aus Innichen) nach München berufen, um an einer bayerischen Landeschronik mitzuwirken.

1622 wird er im Katalog des Jesuitenkollegiums als "scriptor historiae Bavariae" geführt, als Schreiber der Geschichte Bayerns.

Das Geschichtswerk "Annales virtutis et fortunae Boiorum" gibt er in drei Bänden 1626-1637 heraus. Zeitlich hört er mit 1314 auf, da hier die Ordenszensur eingreift, die mit der Darstellung der Auseinandersetzung zwischen Kaiser Ludwig und der Kurie nicht einverstanden war.

Seine Bände sind der Grundstock des Werks "Bayerische Helden".

1637 verlässt er Bayern und geht zurück in seine Heimat Innsbruck. Möchte noch seine 1200 Predigten ordnen, stirbt aber davor am 20. April 1650.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Matthias Flothow