Epochen

Linien

Orte

Personen

Werk/Buch














Matthias Flothow
dumii@web.de

Godehard, Abt von Niederaltaich

(Gotthardt),
Abt von Niederaltaich
Bischof von Hildesheim
* 960 oder Anfang 961 in Reichersdorf bei Niederaltaich als Sohn eines Dienstmannes und Hauptverwalters des Stifts Niederaltaich,
† 5.5. 1038 in Hildesheim.

G. erwarb seine Grundausbildung in der Stiftsschule Niederaltaich. Es folgten drei Lehrjahre im Gefolge des Erzbischofs Friedrich von Salzburg. Auf einer Italienreise machte er sich vertraut mit den politischen und künstlerischen Zeitströmungen. Nach seiner Rückkehr wurde G. 990 Mönch, bald danach Prior und Schulrektor. 993 empfing er die Priesterweihe und wirkte seit 996 als Abt von Niederaltaich und zugleich von Hersfeld (1001/1002) und Tegernsee (1012-13) eifrig im Sinn der von der Benediktinerabtei Gorze bei Metz ausgehenden Kluniazenserreform.

Auf Wunsch Heinrichs II. wurde G. am 30.11. 1022 zum Bischof von Hildesheim gewählt und am 2.12. in der Pfalzkapelle in Grona bei Göttingen von Aribo von Mainz zum Bischof geweiht. Er setzte das Werk seines Vorgängers Bernward in der Pflege kirchlicher Kunst und in der Förderung des Kirchenbaus fort. Mehr als 30 Kirchen im Bistum wurden von ihm geweiht.

Innozenz II. sprach G. am 29.10. 1131 heilig. Sein Fest ist der 4. Mai.

Quelle: BBKL