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Matthias Flothow
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Babenberger-Zeit

Markgrafen in der Marcha orientalis

Wilhelm II. und dessen Bruder Engelschalk I., Markgraf der Marcha orientalis 871

Aribo I., zeitweise verdrängt von Engelschalk II., Aribonen, Markgraf der Marcha orientalis, Graf im Traungau, 871 bis nach 909

Burkhard Markgraf der Marcha orientalis 955-976

Babenberger

Leopold I., auch Liutpold I., der Durchlauchtigte, Markgraf der Marcha orientalis, 976-994

Heinrich I., der Widerspenstige, Markgraf der Marcha orientalis, 994-1018

Adalbert, der Siegreiche, Markgraf der Marcha orientalis, 1018-1055

Ernst, der Strenge/Streitbare/Tapfere, Markgraf der Marcha orientalis, 1055-1075

Leopold II., der Schöne, Markgraf der Marcha orientalis, 1075-1095

Leopold III., der Heilige, Markgraf der Marcha orientalis, 1095-1136

Leopold IV., der Freigebige, Markgraf der Marcha orientalis, Herzog von Bayern (ab 1139) 1136-1141

Heinrich II., Jasomirgott, Markgraf der Marcha orientalis (bis 1156), Herzog von Bayern (1141-1156)

Herzogtum Österreich

Die Mark Österreich wird am 8. September 1156 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf dem Hoftag in Kreuzhof bei Regensburg durch das Privilegium Minus aus dem Herzogtum Bayern herausgelöst und zu einem eigenständigen Herzogtum umgewandelt.

Heinrich II., Jasomirgott, Herzog von Österreich (ab 1156), 1141-1177

Leopold V., der Tugendreiche, Herzog von Österreich, Herzog der Steiermark (ab 1192), 1177-1194

Friedrich I., der Katholische, Herzog von Österreich, 1194-1198

Leopold VI., der Glorreiche, Herzog von Österreich, Herzog der Steiermark (ab 1194), 1198-1230

Friedrich II., der Streitbare, Herzog von Österreich, Herzog der Steiermark, 1230-1246

Österreichisches Interregnum

Die Zeit zwischen dem Ende der Babenberger und der Neubelehnung mit dem Haus Habsburg bezeichnet man allgemein als Österreichisches Interregnum, da auch die Oberhoheit des böhmischen Königs Ottokars II. nicht überall anerkannt wurde.

Hermann I. von Baden, Zähringer, Herzog von Österreich, Herzog der Steiermark, 1248-1249

Friedrich I. von Baden, Zähringer, Herzog von Österreich, 1250-1251

Ottokar II. Přemysl, Přemysliden, Herzog von Österreich, König von Böhmen (ab 1253), Herzog der Steiermark (ab 1261), Herzog von Kärnten und Krain (ab 1269), 1251-1278

Rudolf I. von Habsburg, Habsburger, Lehen fallen wieder an das Reich zurück, damit ist der römisch-deutsche König Rudolf I. von Habsburg nun auch von 1276 bis 1286 Herzog von Kärnten und Krain, sowie von 1278 bis 1282 Herzog von Österreich und der Steiermark, 1278-1282

Zu den Habsburgern


BAUWERKE:

Kloster-Bauten:
Heiligenkreuz 1133
Klosterkirche Kleinmariazell 1136
Klosterkirche Seckau 1164
Klosterneuburg 1136
Karner Eggenburg

Stephansdom 1147 geweiht
Michaelerkirche Wien
Schöngrabern in NÖ

Burgen und Adelshäuser:
Dürnstein
Tappottenstein (Waldviertel)
Pottendorf
Ebreichsdorf

Bürgerhäuser:
Wiener Neustadt, Ungargasse 4
St. Pölten, Herrenplatz 5
Tulln, Hauptplatz 21
Wien, Kellergeschoß im Heiligenkreuzerhof

KLOSTER-LITERATUR

Chroniken und Annalen der Klöster
Göttweig: Vita beati Altmanni
Melk: Passio Coloman

KUNST

Wandmalerei:
Ottenstein Burgkapelle
Pürgg Johanneskapelle
Muthmannsdorf Pfarrkirche

Buchmalerei:
Admont: Riesenbibel 1140
Heiligenkreuz: Magnum Legendarium Austriacum (großformatige Initialen, um 1190)
Zwettl: Initialen
Lambach: Rituale von Lambach (Federzeichnungen)
Seckau: Nonnenbrevier (Federzeichnungen)

Skulpturen:
Gaal: Kruzifix
Freistadt: Madonna mit dem Kinde
Ried: Kreuzigungsrelief

Glasfenster:
Ardagger an der Donau
Heiligenkreuz Kreuzgang (um 1240, Brunnenhaus erst 1290 eingesetzt)

MUSIK

Neidhart von Reuenthal (Sommer- und Winterlieder)
Abbildungen von Musikinstrumenten: Harfe, Trompete, Trommel, harfeähnliches Psalterium, Fiedel, mittelalterliche Geige

LITERATUR
Wiener Hundesegen
Nonne Ava, Klausnerin in Melk, +7.2.1127: Das Leben Jesu, Die Gaben des heiligen Geistes, Der Antichrist, Das Jüngste Gericht.
Heinrich von Melk (um 1160): Erinnerung an den Tod.

Der Stricker (um 1230):
Sein Werk umfasst Groß- und Kleinformen der Epik aus verschiedenen Gattungen: die Überarbeitung des als formal und narrativ veraltet empfundenen Rolandslieds (Karl), einen höchst untypischen Artusroman (Daniel von dem blühenden Tal), und die neue Form der (lehrhaften oder komischen) Kurzerzählung, die als die eigentliche literarhistorische Leistung des Strickers gelten kann. Die Streiche seines Pfaffen Amis, Hauptgestalt der gleichnamigen Schwanksammlung, finden sich in späterer Zeit bei anderen literarischen Figuren, wie z.B. Till Eulenspiegel, wieder.

Neidhart von Reuenthal
bekam vom Herzoghof ein Haus bei Melk

Tannhäuser
besitzt ein Haus in Wien, erhält ein Gut in Leopoldsdorf und eines in Himberg.

Walther von der Vogelweide (*um1170)
wurde am "wonniglichen Hofe zu Wien" unter Friedrich I. gern gesehen und unter Leopold VI. 1198 auf die Straße gesetzt.

Ulrich von Liechtenstein (um 1200-1274)

 

Deutsche und französische Einflüsse in der österreichischen Literatur der Babenbergerzeit sind klar zu erkennen. Slawische, ungarische oder griechische Einflüsse kaum.

Byzantinisches Kulturgut in Österreich:

Wiegenlied: Heidi-pupeidi = Heideu mou paidion = Schlaf, mein Kindchen.