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Matthias Flothow
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Würzelburger und die Täufer

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Die Verfolgung seit dem Bauernkrieg traf besonders hart die Wiedertäufer ("apostolischen Brüder"). Diese hatte besonders im Handwerksstand zahlreiche Anhänger.

Hans Denck und Balthasar Hubmair stellte zwei ihrer Anführer.

Die bayerischen Herzöge erblickten in den Wiedertäufern die gefährlichsten Feinde der bestehenden Ordnung. 1527 und 1530 erschienen  Mandate gegen die Wiedertäufer. Wer widerrief, sollte geköpft, wer hartnäckig blieb, sollte verbrannt werden. Die Frauen wurden ertränkt.

Sehr zahlreich waren die Hinrichtungen von Wiedertäufern. Es gab Beispiele von heldenmütigem Märtyrertod. Andere verließen scharenweise Bayern und flohen vor Verfolgungen nach Ungarn und Mähren.

Mit besonderer Anteilnahme verfolgten die Zeitgenossen den heldenmütigen Märtyrertod eines Georg Wagner aus München am 8. Februar 1527. Er wurde von seinen Anhängern in Liedern und publizistischen Schriften verherrlicht (Doeberl I, S. 399):

"Wer Christo jetzt will folgen nach,
Muß achten nicht der Welte Schmach,
Das Kreuz er auch muß tragen.
Kein ander Weg in`n Himmel geht,
Hör ich von Jugent sagen.
Also thet Jörg der Wagner auch.
Gen Himmel fuhr er in dem Rauch;
Durch`s Kreuz war er beweret,
Gleichwie man thut dem klaren Gold.
Von Herzen er`s begeret."